Im vorherigen Blogeintrag habe ich einen entsprechenden Slashdoteintrag und Forenpostings kommentiert.
Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht:
Ich halte Skype auf keinen Fall fuer 'harmlos' oder das auslesen von meiner Browserhistory oder auch nur der Proxyeinstellungen fuer angebracht.
Ich verstehe nur nicht die ploetzliche Entruestung ueber den Zugriff auf /etc/passwd (was sich jetzt hoffentlich als unter nem Unix normal herausgestellt hat) oder das auslesen von wahrscheinlich Proxyinformationen bei Firefox.
Ein paar Punkte ueber Skype sind schon seit ner ganzen Weile bekannt:
Skype benutzt ein propritaeres Protokoll.
Das bringt Probleme mitsich, die eben bei propritaeren Protokollen so ueblich sind.
+ Ich bin gezwungen den Client des Anbieters zu nutzen.
+ Ich bin bei saemtlichen Sicherheitsluecken im Bezug auf oeffentliche Publizierung und Behebung auf den Anbieter angewiesen.
+ Ich weiss letztendlich
nicht, was an Daten uebertragen wird
Die Datenuebertragung... So ne Sache...
Skype verursacht laut
MeinSkype.de einen monatlichen Datenverkehr von einem Gigabyte (!). Der Client lief dabei einfach nur auf Idle und es wurde kein Gespraech gefuehrt. Was wird da also uebertragen?
Dazu sollte man sich einfach ueberlegen was die Jungs vor Skype gemacht haben? Stimmt! Kazaa. Kazaa... War das nicht dieses P2P Netz? Ja, basierend auf FastTrack, ein propritaeres Protokoll uebrigends. Glaubt man den Herstellern, voellig dezentral. Pruefen laesst sich das uebrigends nicht...
Bei Kazaa darf Sharman Networks (ne Firma mit ner Firmenstruktur die an Briefkastenadressen auf karibischen Inseln erinnnert) uebrigends den Rechner des User noch zu eigenen Zwecken (was auch immer???) nutzen.
Skype selbst nutzt diverse FastTrack Server des Netzes...
Kazaa war uebrigends auch dieser Client voller Shareware.
Sharman Networks war uebrigends diese Firma, welche gegen die Autoren von Kazaa Lite gerichtlich wegen Urheberechtsverstoessen
hust vorgegangen sind.
Skype != VoIP.
Schade. War Offenheit und Kompatibilitaet ein Stueckweit nicht schon immer der Grundgedanke des Internets?
Vertritt nicht auch Skype ein Stueckweit diesen Gedanken?
Zumindest werden auf der Homepage kraeftig Phrasen gedroschen:
QUOTE:
Freie Kommunikation
Anrufe zwischen Skype-Benutzern sind immer kostenlos – aber das ist erst der Anfang.
Skype-VoIP-Kompatibel, das waere doch nett gewesen (und damit meine ich nicht Gateways!).
Ups. Dann muesste das Protokoll ja offen sein...
Im Februar wurde bekannt, dass
Skype BIOS-Informationen ausliest und speichert, dem Anwender aber sogar den Zugriff auf diese Informationen verweigert.
Zwischenzeitlich gab es in Skype auch die Funktion, mehr als 5 Teilnehmer in Konferenzschaltungen zuzulassen. Allerdings nur, wenn mein einen Intel Dual Core Prozessor eingesetzt hat. AMD Prozessoren wuerden nicht die erforderliche Leistung mitsich bringen. Nach ein paar peinlichen Veroeffentlichungen (Patch der Konferenzschaltungen von Usern mit anderen Prozessoren ermoeglicht hat, ohne merkliche Leistungsprobleme), sind inzwischen allen Usern Konferenzen mit 10 Teilnehmern moeglich.
Diese Liste laesst sich noch um einiges ergaenzen.
Wer jetzt Software einsetzt, welche
erstmal ueber Jahre auf ihre Arbeitsweise hin analysiert werden muss, bitte. Ich nicht.
Aber nun auch nicht wundern wenn irgendwann die schmutzigen Details rauskommen...
Interessant ist uebrigends noch folgender Artikel:
Social Software mit dunkler Seite - Warum Internet-Telefonie via Skype Debatten über Freiheit und Missbrauch der Netze schürt
edit: Ich seh gerade
Isotopp hat das auch schon kommentiert.