Eben ist mir bei slashdot.org folgender Buchtitel aufgefallen: "How to Do Everything with PHP and MySQL".
Dieser Blogeintrag hat weniger mit dem Buch und seinem Inhalt zu tun, vielmehr mit der eigentlichen Aussage des Titels, fuer alle Loesungen die gleiche Technologie zu verwenden.
Klar beziehen sich die Beispiele des Buches auf Loesungen im Webbereich. Trotzdem frage ich mich, ob es nur mir auffaellt, dass immer haeufiger bestimmte Technologien und Produkte als
die Loesung betrachtet werden.
In meinem Umfeld, ob jetzt Privat oder Geschaeftlich, bekommt man hauefig bestimmte Loesungenswege als ultimativ praesentiert. Wenn jemand PHP kann, wird er mir PHP empfehlen unabhaengig davon, ob das entsprechende Problem mit JSP oder eben $oark besser geloest werden koennte. Natuerlich hat man in einem Unternehmen immer die Einschraenkung sich auf eine Technologie oder ein Produkt festlegen zu muessen. Trotzdem gibt es hier eigentlich
immer einen gewissen Spielraum, der nicht ausgeschoepft wird. Ich rede nicht von Fragen ob jetzt SuSE oder Debian eingesetzt werden soll, ich rede von einfachen Dingen wie zum Beispiel die ZSH zu verwenden, wenn diese eh installiert ist.
So kommt es meiner Ansicht nach immer haeufiger dazu, das Buchstaeblich nicht mit einem Schuh ein Nagel in die Wand geklopft wird, sondern schon mit einem Kugelschreiber.
Wo liegen allerdings die Gruende dafuer? So wirklich sicher bin ich mir auch nicht, sonst koennte man ja mal versuchen was dagegen zu tun.
Zuerst war ich der Meinung, das kann eigentlich nur die Angst vor Neuerungen sein. Inzwischen bin ich fuer mich allerdings zu dem Schluss gekommen, dass die Angst keine Angst ist, sondern reine Faulheit und Bequemlichkeit.
Es ist einfach Bequem wenn man sich nicht an was Neues gewoehnen muss, sich einen etwas anderen Syntax ansehen muss, mit der Maus eben 4 cm weiter links klicken muss, etc.
Die eigentliche Arbeitsersparnis will niemand anerkennen. Ebenso die Moeglichkeit und vor allem Notwendigkeit, sich aktuelle Techniken, die sich einfach weiterentwickelt haben, anzusehen. Meist schneidet man sich durch die Unlust ins eigene Fleisch.
Vielleicht liest das hier ja jemand und wird daran erinnert, das der waher Profi sein Werkzeug dem Problem entsprechend waehlt, nicht umgekehrt.